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Ostergruß 2026

Perspektive Ostern: Der Stein ist weg!

Alle vier Oster-Evangelien berichten von dem Stein, der das Grab von Jesus am Ostermorgen nicht mehr verschlossen hält. Der Stein war nicht minimal verschoben, wie der Evangelist Johannes betont, sondern ganz »weggenommen« (Johannes 20, 1). Matthäus berichtet sogar vom »Engel des Herrn«, der den Stein beiseiteschob (Matthäus 28, 2). Nicht Menschenhand hat den »sehr großen« Stein« (Markus 16, 4) zur Seite »weggewälzt« (Lukas 24,2). Hier wird deutlich: Am Ostermorgen wurde durch göttliche Macht ein enormer Stein ins Rollen gebracht. Ostern entzieht sich voll und ganz den menschlichen Möglichkeiten. Hier wird Gottes Heil in aller Fülle offenbar.

Wir alle kennen die übergroßen Steine: Sorgen, die schwer auf den Herzen liegen. Umstände, die unverrückbar sind, in denen wir eingeschlossen sind, wie in felsenfesten Strukturen. Große und kleine Steine markieren unsere Wege, die uns unverrückbar scheinen. Da sind Schicksalsschläge und Existenzsorgen, die uns – wie Geröll unter den Füßen – aus dem Tritt bringen. Und zuletzt steht vor uns allen der Grabstein, als Wegzeichnung an der letzten Grenze, die wir alle überschreiten werden.

Jesus Christus aber will uns österliche Wirklichkeiten eröffnen, die wir in den schattigen Schuttbergen des Lebens nicht sehen. Er will in unserem Leben wirksam sein, öffnen, bewegen, an steinernen Herzen ruckeln. »Fürchtet euch nicht«, spricht der Engel, der sich auf dem beiseite genommenen Stein setzt (vgl. Matthäus 28, 1-6). Das Ende ist nicht das Ende. Er lässt seine Jüngerinnen und Jünger nicht vor übergroßen Steinen stehen. Schau hinein, das Grab ist leer! In das Dunkel fällt nun Licht. Vertraut ihm, folgt ihm nach. Christus ist wahrhaft auferstanden!

Frohe und gesegnete Ostern wünscht Ihnen

Ihr Norbert Hörter, Pastor